Vom Liegen zum Sitzen -
so lernt es dein Kind am "schnellsten"

Die Bewegung beginnt schon im Mutterleib

Je mehr Platz dein Baby im Bauch hat, desto grober sind die Bewegungen und je enger es wird, desto feiner werden sie. Wir sprechen hier von Grob- und einer Feinmotorik. Durch die Enge spürt dein Kind hier auch schon seine ersten Körpergrenzen. Die Körperwahrnehmung beginnt also schon im Mutterleib.

Babys die zu früh auf die Welt gekommen sind, also z.B. die Enge nicht gespürt haben brauchen deswegen besonders viel Liebe mit Berührung, Nähe, Bonding und Co. wenn sie auf der Welt sind.

Das ist keineswegs ein Problem, sondern einfach gut zu wissen für die erste Zeit.

Die erste Zeit nach der Geburt

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, hat es erstmal, abgesehen von der Anstrengung der Geburt, mit vielen „Neuen“ Dingen zu kämpfen. Es ist nicht nur hell und laut, neu ist jetzt auch die Schwerkraft und das Halten der eigenen Körpertemperatur. All das was für uns Erwachsene als „normal“ angesehen wird ist mehr als anstrengend für Babys.

Deswegen ist es in der ersten Zeit nach der Geburt wichtig mit all dem klarzukommen und sich zurechtzufinden.

Motorisch achten wir Therapeuten in der ersten Zeit auf eine stabile Rückenlage.

Wie Bewegung entsteht

„Try and Error“ nach diesem Prinzip entsteht Bewegung.

Angetrieben von der inneren, eigenen Motivation mehr sehen zu wollen, mehr erreichen zu können oder an andere Orte zu gelangen versuchen Babys alles um ihr Ziel zu erreichen. Und genau diese Versuche schulen das Gleichgewicht, die Körperwahrnhemung, die Muskulatur, festigen Bewegungsabläufe und bieten neue Bewegungsvarianten. Jede Variante und jeder Versuch ist daher wertvoll für die jetzige und spätere Entwicklung der Bewegung.

Ist eine Position z.B. die Bauchlage in all seinen Varinaten gestestet, abgespeichert und sicher wird ein Baby einen Arm zum Greifen und Robben nach vorn nehmen. Vorher nicht.

Und so ist es mit jeder Bewegung! Erst wenn die davor vollständig getestet und integriert ist geht es zur nächsten Bewegung.

Wie kann ich die Bewegungsentwicklung meines Kindes stärken?

Wenn man sich anschaut wie Bewegung entseht versteht man auch direkt was für die Bewegungsentwicklung wirklich zählt – Zeit. Kinder brauchen Zeit sich auszuprobieren, zu verstehen dass es mit Varinate A nicht klappt, dafür aber Variante B entdecken. Um Variante B zu entdecken ist es wichtig Bewegung zuzulassen, motivierend zur Seite zu stehen, zu trösten und schlussendlich gemeinsam jeden Entwicklungsschritt zu feiern.

Was kann die Bewegungsentwicklung meines Kindes negativ beeinflussen?

Ein großer Faktor ist hier das zu frühe Eingreifen in die Entwicklung. Das Abnehmen eines Entwicklungsschrittes its hier genau so gemeint wie das frühzeitige passive Bewegen in höhere Ausgangsstelungen wie z.B. den Sitz oder Stand.

Dazu muss man wissen, dass „quängeln“ manchmal auch ein Zeichen für einen Fortschritt sein kann. Hier meinen wir natürlich nicht das Weinen! Um das besser zu verstehen gebe ich euch gern ein Beispiel:

Stellt euch vor ihr wollt unbedingt einen FlickFlack können. Ihr habt keinen Ahnung wie man ihn beginnt, also testet ihr euch durch und tastet euch ran. Ihr springt mal zu hoch, mal zu tief, mal zu weit und mal zu kurz – aber jetzt wo ihr wisst wie es nicht geht wisst ihr auch wie es gut geht. Und ich wette die Laute die ihr aussprecht, wenn ihr mal zu weit oder kurz springt klingen auch ärgerlich. Aber das heißt ja noch lang nicht, dass ihr euch wünscht das ein Zweiter de Bewegung für euch macht.

Ihr wollt es SELBST schaffen.

Was kann die Bewegungsentwicklung meines Kindes negativ beeinflussen?

Und was brauchst du jetzt?

Was braucht dein Kind jetzt also?

Wissen

…über die Bewegungsentwicklung und ihre natürlichen Stadien
…einen angepassten und ausgeglichenen Umgang mit eienem Kind und
…das Wissen welche Hilfsmittel sinnig sind und welche nicht.

ZEIT

…sich auszuprobieren
…auch mal Fehlversuche zu machen, ohne sich zu verletzen
…getröstet zu werden
…motiviert zu werden
…sich in liebevoller, motivierender Umgebung zu verwirklichen

Was kann die Bewegungsentwicklung meines Kindes negativ beeinflussen?

Dein Kind lernt das Sitzen (und auch Drehen, Laufen, Krabbeln und Robben) am schnellsten, wenn du ihm die Zeit und die Möglichkeit gibst es auszuprobieren! Dafür brauchst du das Wissen darüber.

Das geben wir dir in Babys Balance, dem Onlinekurs zur Bewegungsentwicklung bei deinem Baby.

Und ja, wir wissen das ist nicht immer das was man als Eltern hören will. Aber je mehr Zeit man ihnen gibt und je weniger Zeit sie in den Positionen verbringen die sie selbst noch nicht erreichen, desto schneller werden sie es lernen.

Weil man sie lässt.